Herzlich Willkommen auf der Seite der Casa Hogar Estudiantil ASOL!

Das Projekt ist eine österreichisch-guatemaltekische Einrichtung, um Kindern aus ländlichen Gegenden eine fundierte Ausbildung in Guatemala-Stadt zu ermöglichen. Bitte sehen Sie sich auf den weiteren Seiten um, um weitere Informationen zu erhalten!

In anderen Sprachen lesen:

 

Bericht von Stefan Käfer

Mittwoch, 28. September 2016

Neue Volontäre und Casa-Leben

Seit Mitte Juli 2015 bin ich, Stefan Käfer, als Zivildiener an der Casa Hogar, um die Nachfolge für Kevin Fischler (Auslandsdiener von August 2014 bis Juli 2015) anzutreten. Schon eine Woche später bekam ich Verstärkung von Tanja Ernst und dann Anfang September von Johanna Weber. Stefanie Tassold war auch noch bis Ende Oktober an der Casa. Sie hatte ihr Volontariat in den letzten Monaten hier in Guatemala zwar offiziell schon beendet, aber war uns trotzdem eine große Hilfe in der Einarbeitungsphase und stand immer für Fragen und Unterstützung zur Verfügung. Im Juli hatten wir Besuch von Philipp Hampel, der uns auch einen Monat tatkräftig unterstütze. Seit Februar 2016 ist auch Hanna Schmierer als Volontärin an der Casa. Yvonne Schnutt, die ebenfalls im Februar zu uns kam, musste uns leider nach 7 Wochen (Ende ihres Praktikums) schon wieder verlassen.

Nach anfänglichen leichten Schwierigkeiten haben wir uns alle super eingelebt und verstehen uns untereinander sowie auch mit den Kindern und der Direktion super. Mit dem Tagesablauf in der Casa haben wir uns von Anfang an gut anfreunden können, obwohl daran in den letzten Monaten einige Veränderungen vorgenommen wurden. Zum Beispiel müssen die Kinder mittlerweile nicht mehr täglich zu Fuß abgeholt werden, sondern werden aus Sicherheitsgründen morgens von Prof. Pérez in die Schule gefahren und zu Mittag wieder in die Casa gebracht. Nur immer zweimal pro Woche holen wir die Kinder vom Colegio Viena, sowie vom Liceo Centroamericano vom Nachmittagsunterricht ab. Außerdem finden die Volleyball-Trainingszeiten jetzt erst später am Nachmittag/Abend statt. Dies hat zur Folge, dass die Kinder den Großteil ihrer Aufgaben schon vor dem Training beenden können und auch die neue Flutlichtanlage am Sportplatz genutzt wird.

Des Weiteren leben seit Jänner 2016 vier neue Kinder an der Casa Hogar, die alle noch sehr jung sind und somit eine neue Herausforderung, nicht nur für uns, sondern für die gesamte Casa Hogar, weil sie genauso wie die größeren schon in den gesamten Alltag integriert sind. Keily (7), Alan (8), Nelson (8) und Jimena (12) haben sich aber auch schon toll eingelebt.

Eindrücke von Guatemala

Da von Mitte November bis Anfang Jänner die großen Schulferien in Guatemala sind, hatten wir das Glück, in diesen eineinhalb Monaten Guatemala kennenzulernen und auch einige Kinder zu Hause am Land besuchen zu können. So führten uns diese Reisen zum Beispiel nach Zunil, Livingston, Punta Brava (Izabal), Quiché und Zacapa. In dieser Zeit konnten wir eine ganz andere Seite Guatemalas kennenlernen und auch unsere Beziehung zu den Kindern und deren Familien ist dadurch noch enger geworden. Auf diesen Reisen hatten wir nur gute Erfahrungen mit der Hilfsbereitschaft und (Gast-)freundlichkeit der Guatemalteken, die den drei verlorenen "Canches“ immer gerne weiterhalfen, wenn wir wiedermal keine Ahnung hatten, welchen Bus wir in den nächsten Ort nehmen mussten. Die beeindruckenden Landschaften, die Einfachheit des Lebens am Land sowie all die neuen kulturellen Eindrücke, die wir erfahren durften, haben uns sehr geprägt und bei uns allen wundervolle Erinnerungen hinterlassen.

Aber auch die Hauptstadt, in der sich auch die Casa Hogar befindet, ist für uns bei weitem nicht so unfreundlich und „hässlich“ wie es uns im Vorhinein geschildert wurde. Wenn man sich ein wenig an den Lärm und den Abfall (es gibt in der ganzen Stadt so gut wie keine Müllkübel) gewöhnt hat, kann man die schönen Seiten Guatemalas genießen, wie den Hauptplatz und den Mercado Central in der Zone 1.

Wichtige Ereignisse

Im Oktober 2015 fand die Erstkommunion von 12 Kindern statt. Am selben Tag war auch die 25 Jahre Jubiläumsfeier der Casa Hogar. Zu diesem Anlass wurden alle Freunde und Unterstützer der Casa eingeladen um mit den Kindern und allen Beteiligten zu feiern. Neben den Reden von unter anderem Werner Römich (Gründer der Casa) und Claus Schieber (Vorsitzender der Junta Direktiva) führten die Kinder ein Theaterstück über das Popol vuh - das heilige Buch der Quiché Maya - auf. Es wurde viel gelacht, getanzt und musiziert.

Am Tag der heiligen drei Könige wurde ebenfalls ein großes Fest veranstaltet, zu dem jedes Kind vom Weihnachtsmann (Stefan Holubar, Auslandsdiener 2013/14) ein Geschenk bekam. Nicht zu vergessen sind natürlich auch nicht der día del niño (Tag des Kindes), día del cariño (Valentinstag), semana santa (Osterwoche) und Pascua (Osterfest), sowie die Faschingsfeier. Auch gab es einige traurige Momente, wie die despedida (Abschiedsfeier) von Philipp oder Stefanie. Aber auch hier wurde ausgiebig gefeiert, um allen Beteiligten den Abschied so schön wie möglich zu gestalten.

Schule und Lernen

Weiterhin ist es die wichtigste Aufgabe der Casa Hogar, den Kindern die bestmögliche Schulausbildung zu gewährleisten. Gerade deshalb, weil wir dieses Jahr so viele noch sehr junge Kinder haben, aber auch vier Schüler, die im Herbst ihre Matura ablegen werden, gibt es einige Änderungen, was die Lerngruppen angeht. Die Schüler wurden in kleinere Lerngruppen auf uns Volontäre aufgeteilt, aber auch drei der ex alumnas - ehemalige Schülerinnen, die sich noch weiterhin an der Casa Hogar engagieren - haben Lerngruppen übernommen. Außerdem haben wir uns neben dem Patio auch auf die zwei Lernräume im zweiten Stock aufgeteilt. So wollen wir ermöglichen, dass für jedes Kind die optimale Lernatmosphäre geschaffen wird. Seit einigen Monaten haben die Computer auch Internetzugang, welchen die Kinder zur Erfüllung ihrer Aufgaben, zum Lernen aber auch zum Muiskhören verwenden können.

Des Weiteren haben wir Unterstützung von Englischstudenten der Universidad San Carlos bekommen, die uns jede Menge Materialien gebracht haben, mit denen wir mit den Kindern auf spielerische Art und Weise und mit viel Spaß Englisch lernen können. Diese und auch andere „außerschulische“ Klassen finden jetzt meistens Freitagnachmittags und am Wochenende statt. 

Ein erster Bericht unserer neuen Voluntari@s

Dienstag, 2. September 2014

Neue Volontäre und Allgemeines zur Casa

Anfang Juli ist der neue Zivildiener Kevin Fischler (österreichischer Maturant) in der Casa Hogar eingetroffen, dessen Dienst am 1. August angefangen hat. Ende Juli ist Martina Pohl (kurz Tina; deutsche Studentin) in die Casa gekommen und Anfang August kamen dann noch Solange Raab und Anna Hocheneder (österreichische Maturanten).

Nach 1 bis 2 Monaten hier haben wir uns alle gut eingelebt, was uns auch durch die Kinder und die Leitung der Casa Hogar sehr leicht gemacht wurde, weil alle wirklich sehr freundlich und nett sind. Die Stimmung in der Casa ist sehr familiär, was viele Umarmungen und kuscheln beinhaltet. Es ist überraschend wie selbstständig selbst die Kleinsten (die Kleinste ist seit kurzem 6 Jahre alt und geht in die Vorschule) hier schon sind und wie viele Pflichten alle im Haus übernehmen. Zum Beispiel heißt es drei Mal täglich "limpieza", dass heißt der gesamte Ess-Saal, der gleichzeitig auch Aufenthaltsraum ist, und die Küche werden von den Kindern äußerst sorgfältig geputzt. Und das, wie gesagt, 3 Mal täglich! Aber das Putzen ist meistens auch notwendig – gerade in der Küche :-) Außerdem gibt es eine Taubstumme (9 Jahre alt und geht in die erste Klasse an einer Taubstummenschule hier) in der Casa mit der alle wirklich toll umgehen und sie komplett in das Leben der Casa integrieren. Sie spielt sogar Volleyball mit den anderen.

Volleyball ist überhaupt die Sportart schlechthin in der Casa! Sowohl das Jungen- als auch Mädchenteams sind alle in top Form und haben in letzter Zeit alle ihre Spiele gewonnen – sei dies in Guatemala City oder in Antigua Guatemala (zur großen Freude von uns Volontären, die da nur zu gern mitfahren um gleichzeitig auch die Stadt etwas kennenzulernen).

Erste Eindrücke von Guatemala

Damit man in Guatemala von A nach B kommt, bieten sich vor allem die Busse an. Auch wenn gerade der reichere Teil der Bevölkerung davon abrät diese zu benutzen, so haben wir bis jetzt keine schlechten Erfahrungen damit gemacht – eher das Gegenteil ist der Fall! Es ist beispielsweise ein richtiges Abenteuer, wenn man versucht in einen Bus einzusteigen, der eigentlich de facto schon voll ist und aus allen Nähten platzt. Aber keine Panik – es gehen immer noch ein paar Personen rein! Notfalls wird mehr oder weniger gestapelt und sie hängen sich aus den sowieso unverschließbaren Türen heraus. Aber es fahren auf jeden Fall alle, die mitwollen, mit und das für umgerechnet ca. 10 Cent pro Fahrt.

Mit so einem Bus kommt man dann beispielsweise zum Mercado Central in Zone 1, was wirklich sehenswert ist! 2 Stockwerke voller kleiner Lädelchen, die Essen, Alltagsgegenstände oder die kunterbunten Trachten und andere wunderschön kunterbunte handgemachte Gegenstände zu wirklich verträglichen Preisen verkaufen.

Auch wenn wir noch nicht wirklich Kontakt zu den negativeren Seiten des Lebens hier hatten, so ist es doch auffällig, dass in jedem kleinen Straßenladen nur durch ein Eisengitter eingekauft werden kann. Was ein Straßenladen ist? Das sind mehr oder weniger einfach nur geöffnete Haustüren (mit Gittertüre) und mit Waren vollgestopfte Eingangsbereiche, die man eben nicht betreten kann. Und dann gibt es natürlich an jeder Straßenecke noch Essensverkaufsstände: Shucos (Sandwiches), Burger, Tacos, Choco-Bananos, etc pp – alles was das Herz begehrt und was natürlich suuuuper lecker ist, jedoch nicht gerade für eine schlanke Taille gedacht ist. Aber egal :-)

Ereignisse in der Casa

Am 03.08. fand die Erstkommunion von einem der Kinder die an das Kinal gehen statt. Zusammen mit einem anderen Schüler begleitete Tina ihn zur Schule, wo zunächst einige Taufen stattfanden, bevor es zur feierlichen Erstkommunion kam.

Am 08.08. war die inoffizielle Abschiedsfeier von Stefan bei der Fernanda, eine Ex-Schülerin der Casa, mit ihrer neugegründeten Theatergruppe Blancanieves (Schneewittchen) aufgeführt hat. Außerdem gab es eine Vorführung eines Mayarituals und -tanzes von den Kindern für Stefan bevor es zu rührenden Abschiedsszenen kam, wo sich jedes Kind bei Stefan für die Zeit zusammen bedankt hat. Am darauffolgenden Tag fand die  offizielle Abschiedsfeier von Stefan statt, welche auch gleichzeitig die Einweihungsfeier für die neue Küche war. Viele Gäste waren eingeladen und erneut wurde das Schneewittchen und der Mayatanz aufgeführt. Doña Vera kochte für alle Gulasch mit Spätzle und Apfelstrudel und es wurde im Anschluss bis spät in die Nacht getanzt. Doña Vera, Fernanda und Evelin, letztere beide Ex-Schülerinnen der Casa, haben einen Wettbewerb gestartet,  bei dem die Bewohner der saubersten Zimmer wöchentlich einen kleinen Preis gewinnen können. Dazu gehören auch ordentliche Kleiderschränke und saubere Kleidung. 

Am 15.08. führte uns ein Mayapriester in die Kosmovision und das Denken der Mayakultur ein, indem er mit uns ein Ritual zelebrierte. Am 18.08. reiste Werner Römich leider zurück nach Österreich – wir werden ihn hier zweifelsohne sehr vermissen!

Anna hat des Weiteren eine irische Tanzgruppe gegründet. Nach zwei gehaltenen Stunden sieht das alles schon sehr vielversprechend aus, vor allem da die irische Tanzweise sich doch sehr von der hiesigen unterscheidet. Die Kinder reagieren darauf auch sehr positiv und nehmen begeistert daran teil! 

Am 29.08. war Tinas Geburtstag der groß gefeiert wurde. Dafür wurde der Aufenthaltsraum schön mit Girlanden und Ballons geschmückt und am Nachmittag waren wir alle gemeinsam für die Zerstörung zweier Piñatas verantwortlich. Im Anschluss daran gab es Kuchen, Popcorn und weitere Süßigkeiten für alle.

Schule, Hausaufgaben und Lernen

Es fanden jetzt schon diverse Elternsprechtage statt zu denen wir immer gehen mussten. Im Liceo Centroamericano haben wir die Noten des letzten Vierteljahres erhalten, die Großteils alle sehr gut ausgefallen sind. Im Kinal wurden wir vor allem auf die Wichtigkeit der Einhaltung der Kleiderordnung hingewiesen. Zum Viena mussten wir nur wegen einiger weniger gefährdeter Schüler gehen doch die bisher teilweise bestehenden Probleme hoffen wir mit unserem neueingeführten Lernsystem zu beheben.

So haben wir Lerngruppen eingeführt, was bedeutet, dass die Kinder unter uns Volontären und auf verschiedene Räume aufgeteilt sind. Dadurch ist es allgemein viel stiller beim Hausaufgabenmachen und Lernen geworden, wodurch konzentrierteres und intensiveres Arbeiten möglich ist. Die neu eingeführten festen Lernzeiten, müssen sich erst noch etwas einspielen, doch auch dies funktioniert schon viel besser als zuvor.

Außerdem haben wir einen Einstufungstests für Englisch-Lerngruppen durchgeführt, da viele Kinder der Casa ein paar Probleme mit Englisch haben. Geplant sind Vokabel- und Grammatikeinheiten um zumindest gewisse Grundkenntnisse zu gewährleisten. Jede Woche wird deswegen ein Test abgehalten, um das Gelernte zu überprüfen und am Ende gibt es Prämien für die Besten, sowie auch eine Kleinigkeit für jene, die einen gewissen Prozentsatz (ca. 90%) erreichen konnten. Auch Filmabende mit Filmen in englischer Sprache sind geplant.

 

Ein Bericht von Tina Pohl

Datei: 

★ Guatemala Casa Hogar Soli-Fest ★

Freitag, 6. Juni 2014

 

Das CHEA-team, ehemalige Freiwillige des Sozialprojektes und der Klub slowenischer Studentinnen und Studenten veranstalten in Wien, am 13. Juni 2014 eine Guatemala Solidaritätsveranstaltung, die Guatemala und die Casa Hogar von verschiedenen Perspektiven betrachtet. Thematisch eingeleitet wird der Abend um 20:00 Uhr mit einem Film begleitet von traditionellen Leckereinen, die uns den Abend versüßen. Ab 22:00 Uhr laden wir alle ein, mit uns nach Zentralamerika zu reisen, Gesehenes zu diskutieren und hinterfragen und bei Cocktails und Live-Musik für einen guten Zweck zu feiern. Alle Einnahmen dieses Abends werden direkt an die Casa Hogar ASOL gespendet!

Lasst den Sommer durch einen Tanz zu Merengue, Salsa und Reggaeton beginnen, für die eine oder andere Überraschung ist gesorgt!

Mehr Infos zum Fest:
https://www.facebook.com/events/407233142749668/


20:00 Einleitende Worte und Film.
22:00 Cocktails, Leckereien, Party!

Nachruf Padre Pedro

Samstag, 3. Mai 2014
Der langjährige "Casa-Pfarrer" Peter Mettenleiter, besser bekannt als Padre Pedro, ist am Sonntag, dem 30.3.2014 in Cabricán, Guatemala verstorben. Viele von uns haben ihn als den freundlichen, strahlenden Deutsch-Guatemaltekischen Pfarrer kennenlernt, der sich immer für die Kinder der Casa einsetzte, immer wieder gerne Messen in der Casa hielt und langjähriger Pate eines der Kinder war. Auch die kleine Kapelle unterhalb der Casa ASOL ist ihm zu verdanken, die er finanziert hat.
In den letzten Jahren ist er leider schwer erkrankt und erlag schlussendlich seiner Krankheit.
Die Menschen, die ihn kannten werden ihn vermissen. Möge er in Frieden bei Gott ruhen.
Subscribe to Front page feed